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Zum 480er-Tempel


35   Isoldes kleine Elche

Zwei kleine Elche hält Isolde in ihrem Fuhrpark: Einen gut erhaltenen Volvo 480 ES, Bj. 1989 und einen, sozusagen aus dem Reich der Toten auferstandenen, Volvo 480 Turbo, Bj. 1988. Der Akzent ist deutlich gesetzt: Hier geht es um die kleinen Elche der frühen Jahre.


Volvo 480 ES, Bj. 1989

Der Volvo 480 ES.

Der ursprünglich lediglich schadstoffarme ES wurde mit einem geregelten Katalysator nachgerüstet. Auch ein nachträglich eingebautes ABS besitzt der Kleine. An seinem originalen Zustand wurde sonst, ganz wie sich das für einen ehrenwerten Youngtimer gehört, nichts verändert. Schnuckelige 102 PS und runde 140.000 abgefahrene Kilometer (Stand 05.2012) schlummern unter der Haube. Sein Kleid präsentiert sich in rauchsilber-metallic (Farbcode = 306).

Seit 2010 nunmehr als „Youngtimer“ versichert, erfreut sich der Kleine einer artgerechten Haltung, wozu eine eigene Garage und ein ebenso ausgiebiger Winterschlaf gehören, verbunden mit einem maximalen Sprint auf 1000 Kilometer im Jahr. Heute (Stand 05.2012) wird der kleine Elch von der VOLVO-Werkstatt in Kolbermoor liebevoll betreut.


Volvo 480 ES, Bj. 1989

Noch nicht ganz da... Ehedem im November 2010 in seiner Schlaffstatt geweckt worden.


Stolz zeigt sich hier, im Mai 2012, das „Alltagsauto“ von Isolde mit mittlerweile etwa 180.000 Kilometern auf dem Zähler; es ist dies ein spritziger Schalter-Turbo in Graphit-Metallic-Lackierung (Farbcode = 304) der ersten Generation, Baujahr 1988:

Volvo 480 Turbo, Bj. 1988

Im Jahr 2010 lief dieser kleine Elch Isolde über den Weg – und das war ein Glück für ihn. Denn in gar garstigem Gewand gab der Kleine zu jenem Zeitpunkt sein Stelldichein: Von einer nahezu kompletten Durchrostung im Heckbereich und an den hinteren Radläufen darf gesprochen werden. Es mögen 9 von 10 Elchfreunden sich gesagt haben: Ab auf die Schlachtbank!


Selbst um seine Identität auf der Heckscheibe, wurde der Kleine gebracht. Hingegen haben die Rückleuchten unter dem fahrenden Aquarium augenscheinlich nicht sehr grossen Schaden genommen.

Es war schließlich ein auf die Restauration von BMW-Fahrzeugen versierter Profi, Michael Huber, der sich im Januar 2012 erfolgreich der Herausforderung stellte, dem Kleinen neue Radläufe einzuschweißen, die hinteren Stoßfängerträger zu wechseln und allem die Stirn zu bieten, was den braunen Pestbazillus in sich trug.

 


Bild 11: Schlussbild: Ein Meistersück! Bild 10: Radlauf links Bild 9: Radlauf links Bild 8: Radlauf links Bild 7: Radlauf links Bild 6: Radlauf rechts Bild 5: Radlauf rechts Bild 4: Radlauf rechts Bild 3: Radlauf rechts Bild 2: Radlauf rechts Bild 1: Radlauf rechts


Der Wiederaufbau des Volvo 480 Turbo zog sich bis in den Frühling 2012 hinein. Neben den Hardcorearbeiten, die insbesondere das Schweißen und die Lackierung verlangten, besorgte die VOLVO-Werkstatt in Kolbermoor engagiert die übrigen Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten (Getriebewechsel u.a.). Solches braucht aber seine Zeit, da es vor allem die nicht mehr lieferbaren Ersatzteile waren, die viel Recherchezeit von Isolde in Ansruch genommen haben.

Aber jetzt ist es vollbracht und gibt es etwas Aufregenderes, als wunderschöne Autos wieder zum Leben zu erwecken?


Volvo 480 Turbo, Bj. 1988

Volvo 480 Turbo, Bj. 1988


Einmal die Lunte gerochen, lassen einen wahren 480er-Freund die kleinen Elche nicht mehr los. Wie wäre es bspw. mit einem paris-blauen kleinen Elch? Sodann schlich sich 2012 aus München ein '94er traum-farbener Volvo 480 an, um in den Fuhrpark von Isolde aufgenommen zu werden. Hingegen war sein Zustand mehr als bemitleidesnwert, wie die beiden folgenden Bilder zeigen:


 

Ein kompletter Motortausch war angesagt. Hier wird aber selbst der geneigteste Werkstattmeister ratlos, wenn die dafür erforderlichen Ersatzteile nicht mehr erhältlich sind. Also mußte ein Spenderfahrzeug bei – und zwar schnell. Ein solches ließ nicht lange auf sich warten und stellte sich Isolde im September 2012 in schon fast zerlegtem Zustand vor: Ein paris-blauer Kleiner, Bj. 1992 – nach VIN und Farbcode 318-1 eher 1993? Aber es kam noch dicker: Der Halter – ein 480er-Freund – würde es wunderbar finden, wenn sein Kleiner doch wieder hergerichtet wird, dann bliebe die Übergabe auch nur bei den Selbstkosten... Hauptsache, der schon zum Verkauf in Einzelteilen gedachte 480er erblüht wieder zu neuem Leben. Was also ein Spenderfahrzeug werden sollte, entpuppte sich sodann als zweite Baustelle. Für das erste Photo des Spenderfahrzeuges wurden die Lichter und das Innen-Interieur wieder eingebaut, schaut schon ganz nett aus:



Ohne zeitliche und ganz sicher finanzelle Mühen zu scheuen, wurde der Münchener '94er zum „Alltagsauto“ und das ehedem schon mit einem Organspendeausweis versehene '92er-Model, zum „Saisonfahrzeug“.
Hut ab vor dem Enhusiasmus und dem Herzblut, welches in die Erhaltung zweier weiteren kleinen Elche der zweiten Generation (Phase II) gesteckt wird!


 
Das Saisonfahrzeug, liebevoll „gerettet“
 
Das Alltagsfahrzeug aus München mit neuem Austausch-Motor
 

Liebhaber kleiner Elche erfahren bei solch einem Anblick einen Ausschlag ihrer Herzfrequenz. Gemeinhin wird ein solcher Ort als „480er-Nest“ bezeichnet:


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