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Wechsel eines Scheinwerfermotors

Jeder einzelne der beiden Klappscheinwerfer des kleinen Elches wird von einem sog. „Scheinwerfermotor“, auch als „Stellelement“ bezeichnet, nach oben und nach unten gefahren. Jeder Motor befindet sich, sozusagen eingeklemmt, zwischen der Spitze des Kotflügels und dem Scheinwerfer.
Ein Wechsel von einem oder beiden Scheinwerfermotoren ist in der Regel dann erforderlich, wenn – einfachster Fall – der Motor sich nicht mehr dreht und die Stromzuführung korrekt ist oder aber, wenn ein Scheinwerfer munter auf und ab fährt, der Motor also nicht mehr den oberen bzw. den unteren Haltepunkt erkennt. Im übrigen ist dann auch manchmal die Batterie „über Nacht“ leer. (Zu berücksichtigen ist hierbei, daß sich der Motor immer nur in eine Richtung dreht!)
Einen Scheinwerfermotor zu reparieren ist nur was für hartgesottene Schrauber und im allgemeinen nicht zu empfehlen, da ein Scheinwerfermotor in den meisten Fällen komplett mit Dichtmasse versehen, zudem mit Nieten verschlossen ist, so daß allein das Öffnen des Motors selbst schon ein ganzes Stück Arbeit bedeutet. Bei den einschlägigen Ersatzteilverkäufern, etwa www.elchteile.de, gibt es gebrauchte Motoren schon ab ca. 20 Euro. Wer seinem kleinen Elch einen neuen Motor einbauen will, darf etwa 220 Euro (Stand 04/2009), bspw. bei www.scandix.de, berappen. Grundsätzlich sind die Motoren – zumindest in der Praxis – nicht von rechter zu linker Seite oder umgekehrt austauschbar.
Der linke Scheinwerfermotor trägt die Nummern 0 390 206 413 und 714 215 01; der rechte Motor die Nummern 714 215 02 und 0 390 206 414. (Wenn hier – wie auch an anderer Stelle – von links und rechts gesprochen wird, dann ist immer die in Fahrtrichtung betrachtete Seite gemeint.)


Scheinwerfermotoren
Links ist (oben) ein rechtsseitiger und (unten) ein linksseitiger Scheinwerfermotor abgebildet. Deutlich zu erkennen ist die elektrische Steckverbindung an die Autoelektrik. An den weißen Plastikrädchen können die Scheinwerfer manuell aus- und eingefahren werden; eine weitere Funktion besitzen die Plastikrädchen nicht. Auf der Rückeite der Motoren befindet sich die Drehschraube, wo das Gestänge der Klappscheinwerfer befestigt wird. Jeder Motor ist mit drei Schrauben zuzüglich der Gelenkschraube am Scheinwerferkorpus befestigt (ganz triviale 10er-Muttern).

Elektrikverbindung Scheinwerfermotor
Um an die Scheinwerfermotoren heranzukommen, sind zunächst die Klappscheinwerfer auszufahren und dann die Motorhaube zu öffnen. Die Stromversorgung der Motoren erfolgt durch das Lösen der Elektrikstecker (links im Bild rot markiert, hier für die Fahrerseite). Dann ist – wie bei dem Wechseln der Scheinwerferbirnen auch – das Plastikgehäuse an vier Kreuzschlitzschrauben zu entfernen und schließlich der Hauptscheinwerfer – ebenfalls an vier kleineren Kreuzschlitzschrauben befestigt, zu lösen.
Wird der linke Scheinwerfermotor gewechselt, muss zusätzlich die Batterie entfernt werden.

Leider stört noch die Frontmaske. Diese muss (an insgesamt 7 Schrauben befestigt) abgeschraubt werden. Sind der rechts- und linksseitige Blinker entfernt, sind zunächst drei Schrauben (von oben) und je eine hinter den Blinkergläsern zu lösen, dann noch die beiden Längsstreben mit Kreuzschlitzschrauben (jeweils neben den Scheinwerfern zu finden). Nach dem Lösen der Steckverbindungen zu den in der Frontmaske integrierten Nebelscheinwerfern, ist die Frontmaske komplett ab. Sicht frei auf die Scheinwerfermotoren und das Klappscheinwerfergestänge.

Volvo 480: Frontmaske Demontierte Frontmaske
Volvo 480: ScheinwerfergestaengeGestänge u. Scheinwerfermotor (Fahrerseite)

Volvo 480: Scheinwerferdaempfer
Nun ist das Scheinwerfergestänge vom Motor zu lösen; das ist gerade nur eine kleine schnuckelige 10er-Mutter an der Antriebswelle des Scheinwerfermotors, die abzudrehen ist (im Bild links blau markiert). Dann ist vom Scheinwerferdämpfer der kleine Befestigungsring oben nach außen zu drehen (im Bild grün markiert), so daß der Scheinwerferdämpfer oben gelöst werden kann. (Ein kleiner Stock oder ähnliches ist nun empfehlenswert, damit die Scheinwerferklappe nicht nach unten fällt.) Jetzt kann der Scheinwerfermotor an seinen drei Schrauben losgelöst werden. Aber sich nicht zu früh freuen: Erst muß noch die Scheinwerfereinheit von der Karrosserie gelöst werden (rot markierte Stellen im Bild), damit gut Platz ist, den Motor nach vorne herauszunehmen. Die Scheinwerfereinheit hängt jetzt nur noch an der Leuchtweitenregulierung, und die sollte man möglichst nicht abrobben...

In der umgekehrten Reihenfolge wird der Scheinwerfermotor wieder eingebaut. Sind beide Scheinwerfermotoren installiert und der Korpus (Rahmen) des Klappscheinwerfers wieder an der Karosserie verschraubt, erfolgt der Testlauf:
1. Batterie anklemmen
2. Stromversorgung der Scheinwerfermotoren anklemmen
3. Motorhaube schließen (oder Schließkontakt der Haube runterdrücken)
4. Zündung an und Licht einschalten
Fahren beide Klappscheinwerfer gleichzeitig rauf und runter, ist alles o.k. Tritt der Fall auf, daß bei Betätigung des Lichtschalters ein Scheinwerfer runterfährt und der andere gleichzeitig rauf bzw. beide Klappscheinwerfer gleichzeitig asymmetrisch ein- und ausfahren, dann ist folgendes zu tun:
1. Licht ausschalten, Zündung abstellen
2. Bei dem Scheinwerfer der ausgefahren ist, das Scheinwerfergestänge vom Motor trennen
3. Motorhaube schließen (oder Schließkontakt der Haube runterdrücken)
4. Zündung an und Licht einschalten (der 2. Scheinwerfer fährt jetzt aus)
5. Licht ausschalten, Zündung abstellen und zuvor gelöstes Scheinwerfergestänge wieder an den Motor montieren
Jetzt sollten beide Klappscheinwerfer gleichzeitig einfahren; also symmetrisch zueinander sein.
Frontmaske anschrauben, Blinkgläser und Scheinwerfer einsetzen, Licht einschalten, losfahren und wieder Spass haben.....

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