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Außenspiegel (Phase I)

1) Die Spiegelkomponenten

Die Außenspiegel der 480er-Modelle sind elektisch verstellbar. Auf einem festen Spiegelrahmen, der nur eingeschränkt nach innen klappbar ist, befindet sich der Spiegelmotor, auf dem das Spiegelglas aufgeklemmt ist. Zudem sorgen zwei Führungsstifte am Spiegelglas für dessen dauerhaft passgenauen Halt.

Wir haben bei dem Außenspiegel der Phase I-Modelle fünf Bauteile, die im Falle eines Schadens einzeln ausgewechselt werden können:

  • die Spiegelkappe
  • das Spiegelgehäuse
  • den Spiegelrahmen
  • das Spiegelglas
  • der Spiegelmotor
Am einfachsten ist die Spiegelkappe zu wechseln, denn diese ist nur auf dem Spiegelgehäuse aufgesteckt. In aller Regel ist es auch die Spiegelkappe, die zuerst Schaden nimmt oder gar abfällt bzw. verloren geht, wenn der Spiegel von außen beschädigt wurde. (In den folgenden Abbildungen wird immer der rechte Außenspiegel, also der auf der Beifahrerseite abgebildet.)

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Spiegelkappe

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Spiegelgehäuse

Der Spiegelrahmen schlussendlich trägt das Spiegelgehäuse, sowie den Motor und das Spiegelglas und ist mit drei Schrauben an der Tür befestigt. Über den Spiegelrahmen kann sozusagen das Spiegelgehäuse geschoben werden. Wenngleich auch das Spiegelgehäuse und insbesondere die Spiegelkappe und das Spiegelglas fortwährend bruchgefährdet sind, so ist es doch häufig der Spiegelrahmen, der bei einem harten Gegenschlag in Mitleidenschaft genommen wird; gerne bricht hier der Gelenkmechanismus des Spiegelrahmens.


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Spiegelrahmen (bereits mit Rostschutz versehen) und aufgeschraubtem Spiegelmotor

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Das Gelenk des im Spiegelgehäuse befindlichen Spiegelrahmen.

Deutlich zu sehen sind die beiden 10er-Kugelkopfschrauben, die eingerastet den Spiegelrahmen samt Gehäuse in eine starre Position bringen. Mit etwas stärkerem Druck (nach innen zur Tür hin) rastet der Spiegel aus; und um nicht sogleich gegen das Türfenster zu schlagen, bietet das Spiegelfangband (minimalen) Schutz.

In der folgenden Abbildung sehen wir links das herausgenommene Spiegelglas, rechts dessen Rückseite mit den Anschlüssen (rot umrandet) für die Stromversorgung der Spiegelheizung.


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Jetzt kommen wir zu einer kleinen Ingenieurskunst, nämlich zu dem Spiegelmotor. Der Spiegelmotor ist an drei kleinen Kreuzschltzschrauben am Spiegelrahmen befestigt, ummantelt von einer Schutzmanschette. Zum Motor hin selbst gehen neben dem Nulleiter zwei Steuerleitungen, einmal für das Aufrichten und Neigen, zum anderen für die Innen-Außendrehung. Bei dem Aufrichten/Neigen laufen die Zug-/Druckstangen gegenläufig, bei der Innen-Außen-Drehung jeweils in gleiche Richtung. Der Schutzbügel verhindert u. a. ein zu weites Ausfahren der Zug-/Druckstangen, was den kippenden Plastikring (und damit das Spiegelglas) am jeweils äußersten Ende einer Steuerung mechanisch stoppt.

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2) Ein- und Ausbau der Spiegelkomponenten

Um den Spiegel von der Autotür zu lösen, ist es erforderlich, die Türinnenverkleidung abzunehmen. Ist dies erfolgt, wird sowohl die Spiegelbefestigung an drei Kreuzschlitzschrauben wie auch der Kabellauf zum Verteilerkasten in der Tür ersichtlich.


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a) Entfernung der Polster-/Lederverkleidung:
Plastikkappe an der Spiegelbefestigung innen abnehmen (... ist nur gesteckt). Sodann die Innenschale des Türgriffes gegen die Fahrtrichtung schieben und herausnehmen. Das Polster oder Leder ist mit Plastikstiften an der Verkleidung befestigt; also vorsichtig abziehen. Vielleicht hat der Vorgänger die Plastikstifte gar schon geklebt, weil diese gerne brechen und nicht auf Langlebigkeit konstruiert sind.
 
b) Entfernung der Türverkleidung:
Schrauben am Türinnengriff und der Armlehne lösen und ggf. auch die Schrauben unter der Lautsprecherabdeckung. Beherzt aber vorsichtig die gesamte Verkleidung nach oben ziehen und ab ist diese; sie hängt jetzt nur noch an den Lautsprecherkabeln, die einfach abgesteckt werden können.

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In manchem Autos wie in diesem Beispiel, sieht es hinter der Türinnenverkleidung recht abenteuerlich aus. Einmal sind Plastikeinsätze vorzufinden, das anderemal eine Folie, die die Türhohlräume links und rechts abdecken. Der rechte Hohlraum muss auf jeden Fall freigelegt sein, da hier das Kabel vom Spiegel ankommt – ein Flachstecker mit fünf Anschlüssen. In aller Regel ist auch die linke Plastikabdeckung zu entfernen, um evt. Kabelbinder zu lösen und beim Wiedereinbau das Spiegelkabel führen zu können.

Sind die drei Befestigungsschrauben des Spiegels ab und das Spiegelkabel abgesteckt, kann dieser abgenommen werden, samt Kabel und Stecker.
Um sich jetzt von einem ggf. neu einzubauenden Spiegel zu überzeugen, kann dieser direkt angeschlossen und überprüft werden:


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Die Zerlegung des Außenspiegels bereitet keine größeren Probleme. Vorsicht und ein ruhiges Händchen sind nur bei der Abnahme des Spiegelglases und dessen Wiedereinsetzen angesagt. Ratsam ist es, das Spiegelglas elektr. ganz aufzurichten (oder zu neigen), sodann kann es rausgezogen werden – aber piano! Das Spiegelglas hat auf der Rückseite einen Plastikring, der auf das Motorgehäuse aufgeklemmt ist; ferner gibt es zur Türseite des Glases hin rückseitig zwei Führungsstifte, und von denen muss das Glas zunächst gelöst werden.Vom Motor schließlich ist das Spiegelglas schnell abzuklemmen.
Die folgende Abbildung zeigt einen der beiden Führungsstifte wobei zu berücksichtigen ist, dass der Führungsstift im Führungsschacht frei auf- und ablaufen kann; der Führungsstift kann aus dem im Spiegelrahmen eingeklemmten Führungsschacht komplett herausgenommen werden.

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Etwas Fingerspitzengefühl wird bei dem Wiedereinsetzen des Spiegelglases erforderlich sein, wenn auch die Steckverbindungen der Spiegelheizung wieder angebracht sind. Eine Methode besteht darin, die Führungsstifte auf der Rückseite des Spiegelglases bereits einzustecken. Hierbei ist darauf zu achten, dass die konkave Wölbung des Stifte zur Metallklemme zeigt (im anderen Fall passt der Stift nicht in den Schacht). Dann wird das Glas derart angesetzt, dass der erste Stift ein kurzes Stück in den Schacht rutscht und jetzt muss ggf. mit einem kleinen Schraubenzieher der zweite Stift so gerückt werden, dass er beim weiteren Eindrücken auch in seinen Schacht rutscht. Dann muss nur noch in der Glasmitte etwas Druck angesetzt werden, damit das Glas sich auf das Motorgehäuse einklemmt.

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Das Einsetzen des Spiegelglases.

 


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